
© Uwe Schmidt-Hess, London
Projekte
Abgeschlossene Projekte
Restaurierung und Digitalisierung der ersten Versionen von «Homo faber» und «Andorra»
Die Restaurierung und Digitalisierung der ersten Versionen von «Homo faber» und «Andorra» ist abgeschlossen. Die digitalisierte Version von «Homo faber» kann bereits eingesehen werden.
Ausstellung «The Lost Space of Stiller. Eine räumliche Annäherung»
Das Max Frisch-Archiv hat im Februar/März 2009 die Ausstellung «The Lost Space of Stiller. Eine räumliche Annäherung» gezeigt, die «die Suche nach dem Unsagbaren» thematisierte. Ausgehend von den Schriften Max Frischs, insbesondere dessen Roman «Stiller», hat der in London lebende Architekt Markus Seifermann diese Installation geschaffen. Seine Arbeit ist auch als ein interdisziplinärer Brückenschlag zwischen Literatur und Architektur zu verstehen.
Zu sehen war eine mobile Wohneinheit, in der ein «identity stalker» haust. Dieser sammelt Indizien für Stillers vermeintliche Identität, die er zu einem Ganzen zusammenfügen will. Ein Unterfangen, mit dem er scheitern muss und bei dem der Name Stiller zur universellen Metapher für eine verleugnete Identität wird. Denn «Wahrheit», so der 70-jährige Max Frisch, «kann man nicht beschreiben, nur erfinden.»
Überspielung der AV-Medien des MFA
Die audiovisuellen Medien, VHS- und Tonkassetten, auf denen Max Frisch im Original-Ton zu sehen und zu hören ist, machen einen grossen Teilbestand des Max Frisch-Archivs aus. Zahlreiche Interviews und Fernsehauftritte wurden medial festgehalten. Auch Dokumentationen über den Schriftsteller, Hörspiele und Theateraufführungen seiner Stücke finden sich in diesem Bestand.
Das aufschlussreiche Material war aus verschiedenen Gründen gefährdet: zum einen stammt das Trägermaterial teilweise aus den frühen 1960er Jahren; die Tonbänder und Filmspulen haben stark gelitten. Aber nicht nur das Medium an sich, auch deren Wiedergabegeräte sind mittlerweile vom Verfall bedroht. Video- und Kassettenrecorder werden mittelfristig nicht mehr vorhanden sein, so dass die Nutzung des wichtigen Bild- und Tonmaterials bald nicht mehr gewährleistet werden kann.
Die Situation erforderte rasches Handeln: Die markanten Defizite sollten mit der baldigen Überspielung des Trägermaterials und der Erstellung einer Sicherheitskopie beseitigt werden.
Von Dezember 2010 bis März 2011 konnte die Digitalisierung der AV-Medien abgeschlossen werden. Die DVDs und CDs werden nun sukzessive in die Archivdatenbank Online aufgenommen werden, damit sie für die Recherche zur Verfügung stehen.