Biografie 1911–1933

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1911

15. Mai: Max Frisch wird in Zürich, Heliosstr. 31, geboren.
Vater: Franz Bruno Frisch (1871–1932), Baumeister und Architekt (Selbststudium), seit 1902 Bürger von Zürich.

Mutter: Karolina Bettina Frisch, geb. Wildermuth (1875–1966).

Großvater väterlicherseits: Franz Frisch, aus Niederösterreich, ließ sich 1870 als Sattler in Zürich nieder.

Großvater mütterlicherseits: Hans (Johannes) Wildermuth, Dekorationsmaler, später Direktor der Kunstgewerbeschule Zürich.

Geschwister Max Frischs: Emma Elisabeth (1899–1972) aus erster Ehe des Vaters; Franz (1903–1978).

Max Frisch beim Skifahren auf der Dolderwiese

©Max Frisch-Archiv, Zürich

 

„Zürcher Student“, Studentenzeitschrift, April 1932

©Max Frisch-Archiv, Zürich

1924

Frühjahr: Eintritt in das Kantonale Realgymnasium.
Finanzielle Schwierigkeiten der Eltern: Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt der Vater kaum noch Bauaufträge und arbeitete als Grundstücksmakler.
Jugendlektüren: "Onkel Toms Hütte", "Don Quixote".
Prägende Theatererlebnisse am Schauspielhaus Zürich.
Freundschaft mit Werner Coninx, Sohn der Besitzerfamilie des Zürcher "Tages-Anzeiger".

1930

Herbst: Beginn eines Germanistik-Studiums an der Universität Zürich bei den Professoren Emil Ermatinger und Robert Faesi sowie dem damaligen Privatdozenten Walter Muschg. Vorlesungen auch in Philosophie und Gerichtsmedizin.

1931

"Mimische Partitur?" Erste Veröffentlichung im Feuilleton der "Neuen Zürcher Zeitung".
Rekrutenschule in Thun.

1932

19. März: Unerwarteter Tod des Vaters.
April: "Was bin ich?" Artikel im "Zürcher Student", der erste wichtige Prosatext.
Freier Mitarbeiter bei der "Neuen Zürcher Zeitung" und weiteren Zeitungen und Zeitschriften (u.a. "Tages-Anzeiger", "Basler Nachrichten", "Basler Nationalzeitung", "Zürcher Illustrierte").

1933

Februar: als Sportreporter an der Eishockey-WM in Prag.
Anschliessend bis Oktober: Reisen durch Ost- und Südosteuropa, durch Reisefeuilletons finanziert.
Längere Aufenthalte in Dubrovnik, Kroatien.

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